Apotheke und das Ausland

Internationale Apotheken zeichnen sich primär durch ihr spezifisches Angebot und ihr facettenreiches Leistungsspektrum aus. Demnach beraten die Angestellten in derartig ausgerichteten Apotheken mehrsprachig. Zudem versorgen die Betriebe Kunden mit Medikamenten aus dem Ausland. Auf Anfrage können daher unkompliziert und zu einem attraktiven Preis – Leistungsverhältnis entsprechende Produkte bestellt werden. Eine internationale Apotheke, wie es beispielsweise die Atlas Apotheke ist, ist lediglich dazu berechtigt die Artikel zu bestellen und an den Kunden weiterzugeben. Auf Vorrat dürfen die ausländischen Medikamente nicht gelagert werden. 

Der Zusatz „ international" steht demnach in diesem Kontext als Synonym für die internationale Vielseitigkeit des Betriebes. Geführt werden die Unternehmen von Experten für ausländische Arzneimittel, die auf dem deutschen Markt nicht erhätlich sind. Die Leiter dieser Apotheken unterhalten ein ausgeprägtes Netzwerk und eigene Importfirmen für die Einfuhr der Medikamente. Zusätzlich erleichtert die Verknüpfung mit ausländischen Datenbanken den Prozess. Gegen Vorlage eines gültigen bzw. ärztlichen Rezeptes kann der leitende Pharmazeut innerhalb weniger Tage das geforderte Arzneimittel besorgen.   

Im Apothekengesetz und der zugehörigen Betriebsordnung existiert die Bezeichnung der „ internationalen Apotheke" offiziell nicht. Deshalb ist bundesweit keine rechtliche Differenzierung zu klassischen Betrieben festgelegt. Das Personal einer internationalen Apotheke ist explizit fremdsprachig geschult. Ergänzend besitzen die Mitarbeiter relevante Fachkenntnisse zu den Medikamenten aus dem Ausland. Die einzelnen Preise sowie die Lieferzeiten für die angeforderten Produkte sind landesabhängig. Daher holt der Pharmazeut im Rahmen des Bestellvorganges mehrere Angebote aus unterschiedlichen Ländern ein, in denen das Präparat verfügbar ist. 

Prinzipiell ist es bundesweit jedem Pharmazeut erlaubt Medikamente zu importieren. Allerdings ist dies lediglich zulässig, sofern das betreffende Produkt auf dem deutschen Markt aktuell nicht verfügbar ist. Gründe hierfür sind etwa situative Lieferengpässe oder eine fehlende Zulassung für Deutschland. Für eine gesicherte Kostenübernahme der jeweiligen Krankenkasse, gilt es bei dieser einen begründeten Kostenvoranschlag einzureichen. Zusätzlich ist der Patient verpflichtet der Krankenkasse eine ärztliche Verordnung zukommen zu lassen. Selbige muss unbedingt in der EU ausgestellt worden sein. Diese Verpflichtung gilt ebenso für rezeptfreie Produkte, die in Deutschland nicht zugelassen sind.   

Im Anschluss nimmt die Kasse eine eingehende Prüfung bezüglich des Wirkungsprinzips des ausländischen Arzneimittels vor. Im Zuge dessen eruieren die Experten, ob auf dem deutschen Markt Mittel mit einer analogen Wirkung unter einem anderen Namen erhältlich sind. Somit dürfen Arzneien ausschließlich importiert werden, wenn sich hierzulande keine vergleichbare Therapiemöglichkeit erkennen lässt. Die Einfuhr von Präparaten aus Kostengründen ist gesetzlich unzulässig. So dürfen keine Mittel aus dem Ausland eingeführt werden, da diese dort mit einem verhältnismäßig geringen Preis verknüpft sind. 

Um ein Einhalten sämtlicher erforderlicher Regelungen sicherzustellen, besitzt eine gesamtheitliche Beratung in einem international spezialisierten Betrieb höchste Priorität. Zusätzlich muss der leitende Pharmazeut über tiefreifende Fachkenntnisse verfügen, die für eine diesbezügliche Recherche und die legitime Warenbeschaffung der ausländischen Medikamente essentiell ist. Die Mehrsprachigkeit des Personals erlaubt eine individuell abgestimmte Beratung in der Muttersprache der Kunden.


Teilen